Bei einer internen EDEKA-Veranstaltung stolperte ich über die Aussage, dass Muscheln vor ihrer Entsorgung abgekocht werden müssen. Bitte was? Damit keine Krankheitskeime in die K3-Tonne gelangen können? Schlagartig ploppte in meinem Kopf ein dickes Fragezeichen auf.
Wir haben keine Fischabteilung, einige größere EDEKA-Märkte dagegen schon. Entsprechend wenig hatte ich bislang mit den Eigenheiten des Muschelverkaufs und schon gar nicht der Muschelentsorgung zu tun. Aber warum sollte man etwas erst kochen, bevor man es wegwirft? Ich hatte so gar keine Idee und recherchierte zu Hause erst einmal.
Die Erklärung dafür ist jedenfalls ein ganz wunderbares Beispiel dafür, was passiert, wenn Lebensmittelrecht und Tierschutzrecht frontal aufeinanderprallen.
Frische Muscheln werden nämlich (meistens) lebend verkauft. Ein Teil der lebend angebotenen Muscheln wird heute in verschlossenen Verpackungen unter Schutzatmosphäre (mit Sauerstoff angereichert) verkauft und trägt ein Verbrauchsdatum. Ist dieses abgelaufen, darf die Ware nicht mehr verkauft werden – auch wenn die Muscheln darin noch leben.
Bei loser Thekenware gibt es nicht zwingend diese kalendarische Grenze. Sollen aber noch lebende Muscheln aus irgendeinem Grund entsorgt werden, müssen sie ebenfalls zuvor vorschriftsmäßig getötet werden.
Auf jeden Fall beschreibt das Verbrauchsdatum nicht nicht die verbleibende Lebenserwartung der Muschel, sondern den Zeitraum, in dem sie als sicheres Lebensmittel verkauft werden darf. Ist das Datum abgelaufen, darf der Händler sie nicht mehr verkaufen – selbst wenn sie noch ausgesprochen lebendig vor sich hinmuschelt.
Damit beginnt auch schon der zweite Teil des behördlichen Gesamtkunstwerks: Lebende Tiere dürfen nicht einfach in der Abfalltonne ersticken, vertrocknen oder auf irgendeine andere Weise langsam verenden. Nach der Tierschutz-Schlachtverordnung müssen Muscheln in stark kochendem Wasser oder in über 100 Grad heißem Dampf getötet werden.
Am Dienstag darf also der Kunde die Muschel kaufen, kochen und essen. Am Mittwoch lebt dieselbe Muschel noch immer, darf aber nicht mehr verkauft werden. Also muss der Händler sie kochen und anschließend wegwerfen. Natürlich ordnungsgemäß in die K3-Tonne.
So wird aus einem lebenden Tier zunächst ein Lebensmittel, danach unverkäufliche Ware und anschließend ein frisch zubereiteter Abfall …
Irgendjemand hatte in den letzten Tagen eine Teelicht-Halterung auf dem Leergutautomaten platziert. Ob das nun Absicht war oder das Ding nur abgestellt und schließlich vergessen wurde, ließ sich nicht ermitteln.
Leider haben wir momentan keine LED-Teelichte mehr hier im Sortiment, sonst hätte ich die Halterung auch noch mit einer kleinen Lampe bestückt.
Vom Plakatdruck stand der Druckertreiber bei uns am PC im kleinen Büro noch auf A3. Ohne daran zu denken, habe ich diverse Rechnungen der Edeka auf den Drucker geschickt – und guckte reichlich blöd, als ich den fast anderthalb Zentimeter dicken Papierstapel im A3-Format in der Ablage des Druckers vorfand.
Wäre das jetzt nur ein Exemplar gewesen, hätte ich mir vielleicht den Spaß gegönnt, sie so zum Steuerbüro zu geben. Aber ich wollte unsere FiBu-Sachbearbeiterin nicht unnötig foltern und hab den ganzen Kram noch einmal auf A4 ausgedruckt …
Für unsere gefiederten Kunden haben wir vor dem Winter ein paar neue Gewerbeimmobilien im Angebot. Freistehend, offene Bauweise, überdachter Gastronomiebereich. Die Lage bestimmt der Käufer, die Einrichtung besteht idealerweise aus Sonnenblumenkernen, Fettfutter und anderen Leckereien fürs Geflügel.
Der Aufsteller mit den Vogelhäuschen ist für uns eher ungewöhnlich, aber die Tiere haben es ohnehin schwer genug, da müssen wir einfach helfen. Außerdem passt das ja ganz gut: Hier wird ohnehin den ganzen Tag Futter verkauft. Nur müssen die zukünftigen Gäste dieser kleinen Buden weder an der Kasse anstehen noch ihre Einkäufe selbst bezahlen.
Dafür dürfen sie auf den Tisch kacken. Wenn das unsere übrigen Kunden anfangen, müssten wir allerdings noch einmal über das Konzept reden.
Vielen Dank an Honza, der diesen Strichcode mit unterschiedlichem Gemüse auf einer Dose Erbsen der polnischen Marke ROLNIK entdeckt hat:
Ich glaube, viel erschöpfter (vom Nichtstun) kann eine Katze kaum aussehen.
Januar 2022.
Dass FRoSTA für bewusste und kalorienarme Ernährung steht, ist ja inzwischen weit bekannt. Aber hinsichtlich der Portionsgrößen übertreiben sie jetzt wirklich. Vor allem kritisiere ich, dass neben neun Erbsen, rund zwei Dutzend Reiskörnern, ein paar Bohnen- und Paprikafragmenten kein Stück Hähnchen in dieser Hähnchen-Paella zu finden war.
Mit der Tagespost kam auch ein Brief für
Triton-Reisen hier an. Der Empfänger spielt hier für diesen Beitrag jetzt keine Rolle, viel mehr wunderte ich mich über die restlichen Aufdrucke auf dem Briefumschlag.
Dass die Umschläge bedruckt werden, ist klar. Dass es keine Mühe macht, mehr Informationen außer der Anschrift und der Briefmarke / dem QR-Code auf den Umschlag zu drucken, ist auch klar.
Was mich aber wirklich wundert: Warum ist da Werbung für die
Fahrschule hier an der Ecke drauf? Das wird wohl kein Zufall sein und ganz sicher macht eine Fahrschule auch nicht in einem System Werbung, das bundesweit gestreut wird. Da das ganz sicher Geld kostet, wäre das bei allen Empfängern, die schon auch nur ein paar Kilometer von hier entfernt sind, vergeblicher Aufwand.
Ich vermute also, dass das irgendwie an Postleitzahlen oder sogar einzelne Straßen geknüpft ist. Kennt sich damit jemand aus und kann hier mal was dazu sagen? Ich will die Werbung nicht nutzen, aber ich finde das System und die Mechanik dahinter durchaus interessant!
Es gibt schon so Leuchten unter den anderen Verkehrsteilnehmern. Dass es ein Tesla ist, den er oder sie dort so dämlich parkt, macht es auch nicht besser. Seit ein paar Tagen stellt hier jemand konsequent und immer wieder sein Auto so ab, dass etwa ein Drittel unserer Einfahrt damit blockiert wird.
Da passt zwar noch ein Auto durch, aber dass diese auch einen gewissen Wendekreis haben, sollte er gerade als Tesla-Fahrer wissen. (So geil die Autos von Tesla sind, sie haben einen Wendekreis wie ein Kreuzfahrtschiff – man merkt die USA-Herkunft der Fahrzeuge, wo Platz einfach keine Rolle spielt …)
In die Einfahrt REIN ist dann ja notfalls auch mit zwei Zügen zu schaffen, RAUS geht im Grunde gar nicht mehr, da wegen der rechts neben der Einfahrt legal parkenden Autos der Bogen auf die Straße überhaupt nicht mehr zu schaffen ist.
Mal gucken, ob es nun besser wird, nachdem ich "unseren" Ansprechpartner beim Ordnungsamt darüber informiert habe. Ich weiß ja, dass die Parksituation hier echt übel ist, aber Einfahrten zuparken ist dann auch nicht toll. Zumal morgen planmäßig auch mal wieder eine Containerleerung ansteht. Wenn man schon mit einem PKW hier nicht mehr reinkommt, wie soll das mit einem Achtzehntonner funktionieren?
In Hamburg hatte Eric dieses künstlerisch nur bedingt wertvolle Arrangement gefunden. Wo genau, wusste er selbst nicht mehr, mutmaßlich "
in der Nähe des Bahnhofs", wenn es einer von euch besser weiß, darf er oder sie eine genaue Ortsangabe gerne in den Kommentaren hinterlassen.
Zu sehen ist offenbar ein einzelnes Exemplar eines verwilderten Einkaufswagens in seinem natürlichen Lebensraum. Nachdem das possierliche Kerlchen vermutlich aus einem nahe gelegenen Supermarkt ausgebrochen waren, hat es sich schließlich an einem stillen Gewässer niedergelassen und dort erfolgreich der amphibischen Lebensweise angepasst.
Gut getarnt zwischen Algen und Entengrütze wartet das Wägelchen nun auf arglose Passanten. Vermutlich ernährt es sich von von Pfandflaschen, weggeworfenen Einkaufszetteln und vereinzelten Ein-Euro-Münzen, die noch in den Münzpfandsystemen an den Griffen stecken.
Wie der Wagen dort genau hingekommen sind, bleibt wie immer ungeklärt. Erfahrungsgemäß dürfte aber jemand zu faul gewesen sein, seinen Einkauf die letzten 300 Meter ohne fremdes Eigentum nach Hause zu tragen. Für den Rückweg reichte die Energie dann offenbar nicht mehr.
Teil zehn: Kein fulminantes Finale, sondern sogar das schwächste Bild der ganzen Reihe. Die Bananen kommen leider gar nicht so richtig zur Geltung. Die Krümmung macht's halt mühsam:
Dass die Moschee-Besucher nicht mit Autos kommen und den Hof blockieren sollen, meinten meine Nachbarn bei ihrem Einzug Anfang 2025 durchaus genau so. Das ziehen sie auch konsequent durch und wir hatten auch noch nie wirklich Stress mit den Leuten, weil alles zugeparkt ist und wir nicht rein- oder raus kamen. Und
wenn mal einer blöde irgendwo parkt, wird sich sofort darum gekümmert.
Als ich gestern am Feiertag kurz in der Firma war, musste ich erst einmal das Tor öffnen und dem Leitkegel mit dem Halteverbot-Schild zur Seite räumen, als ich auf den Hof fahren wollte. Sie achten wirklich darauf, dass die Masse da nicht mit Autos angerollt kommt. Finde ich wirklich gut – und die Nachbarn aus der Seitenstraße übrigens auch.
Ich kann es nur immer wieder sagen: Es sind tolle und liebe Nachbarn und machen es so viel besser als ihre Vorgänger.
Für ein Wohnquartier ist ein Teil der
Neuenlander Straße parallel zu den Hauptfahrspuren und abgetrennt durch einen Grünstreifen als Tempo-30-Zone ausgeführt. Dieser Bereich ist eine Einbahnstraße, in der linksseitig geparkt werden darf.
Ob der Fahrerin oder dem Fahrer des silbernen Kleinwagens in der Bildmitte einfach alles egal war oder ob sie oder er doch irgendwie in Sichtweite war, kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall war niemand in dem Auto und auch im Vorbeifahren in keine Richtung zu sehen. Ob das Auto also zum schnellen Ausladen "nur mal eben kurzfristig" so abgestellt wurde oder ob der Wagen die ganze Nacht dort hätte stehen sollen, vermag ich nicht zu sagen.
Aber heutzutage würde ich mich nicht mal mehr wundern, wenn wirklich jemand
so sein Auto parkt. Die allgemeine Rücksichtslosigkeit im Straßenverkehr nimmt immer schlimmere Auswüchse an …
Wer schon immer mal mit einem der Hurtigruten-Postschiffe fahren wollte, findet hier bei uns momentan ein schönes Angebot:
Ich hatte
an dieser Stelle ja vor ein paar Tagen geschrieben, dass das aufgrund der aufwändigen und vielen Arbeitsschritte nicht kompatibel mit den Abläufen hier in der Firma ist. Dafür ist der "Leergutraum", wie wir ihn immer nennen, einfach zu stark frequentiert.
Ganz lieb ist, dass sich der Chef der Firma noch mal die Mühe gemacht hat, eine Lösung zu finden. Aufgesplittet auf noch mehr und kleinere Arbeitsschritte, die vor allem auch nach unseren Öffnungszeiten und an den Wochenenden stattfinden sollen. So kamen dann allerdings auch rund
6400 Euro netto zusammen – für einen Raum von beeindruckenden 10 Quadratmetern Fläche.
Da stehen die Kosten natürlich in überhaupt keinem Verhältnis mehr zum Ergebnis. Da können wir lieber auch weiterhin alle paar Jahre mal einen Eimer graue billige Fußbodenfarbe aus dem Baumarkt auf dem Boden verteilen, das ist dann zwar nie dauerhaft schön, aber durch das gesparte Geld wird es mir vermutlich selbst im schlimmsten Zustand noch schön vorkommen werden.